Die Flagge von Wiesbaden

Die Landeshauptstadt Wiesbaden im Bundesland Hessen hat erst seit dem Jahr 1905 eine feste Flagge. Zuvor gab es immer wieder Streitigkeiten, ob das Siegel oder das Wappen der Stadt die Flagge zieren solle. Erst vor etwa 100 Jahren konnte eine Einigung erzielt werden.

 

Aussehen der Flagge:

Die Stadtflagge von Wiesbaden ist in Blau gehalten. Auf diesem blauen Hintergrund befinden sich mittig drei gelbe Lilien. Zwei befinden sich oben, die Dritte ist unter ihnen zentriert. Die Lilien sind durch drei Ringe gebunden worden. Dies entspricht der Form Fleur-de-Lis, die ursprünglich aus Frankreich stammt. Das Wappen der Stadt zeigt ebenfalls die drei gelben Lilien auf einem dreieckigen Schild.

 

Geschichte der Stadt:

Die Wurzeln der Stadt Wiesbaden reichen schon bis in die Zeit der Antike zurück. Zu dieser Zeit gründeten die Römer auf dem heutigen Stadtgebiet eine Siedlung. Ausgewählt wurde dieser Standort aufgrund der heißen Quellen, die es ermöglichten, ein Badehaus zu errichten. Die Siedlung wurde zum Sitz der Verwaltung des Bezirks.

Erstmals erwähnt wird die Stadt Wiesbaden 828 vom Biografen Karls des Großen als Wisibada, was so viel wie Bad in den Wiesen bedeutet.

Die Stadt wurde wahrscheinlich unter der Herrschaft der Nassauer Grafen 1232 zur Reichsstadt. Dies könnte den Ausschlag dafür gegeben haben, dass die Stadt auf Befehl des Mainzer Erzbischofs zerstört wurde. Das anschließend durch den römisch-deutschen König gestiftete Kloster wurde so oft belagert, dass auch das Umland in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Durch den Einsatz der Stadt im Bauernkrieg verlor Wiesbaden alle Rechte und Privilegien und viel deutlich in der Wahrnehmung des Landes. Erst 1566, gut 40 Jahre später, wurden die Rechte zurück erkannt.

Das älteste heute noch existierende Gebäude ist das Alte Rathaus, welches 1609 erbaut wurde. Alle anderen Gebäude wurden durch zwei große Brände in den 1550er Jahren zerstört. Im Jahr 1744 wurde Wiesbaden dann zum Hauptsitz des Hauses Nassau und erhielt durch den Titel der Residenzstadt einen enormen Zuwachs an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert nutze der Kaiser die Stadt oft, um Urlaub zu machen. Dadurch entwickelte sich Wiesbaden zur Weltkurstadt, die als Kurbad einen großen Aufschwung erlebte.

Der Zuwachs der Bevölkerung erfolgte jedoch erst mit der Industrialisierung. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten verzehnfachte sich die Bevölkerung und eine Gründung von neuen Stadtteilen und Vororten wurde nötig. Die Stadt blieb während der beiden Weltkriege von schweren Bombenangriffen verschont und wurde mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 zur Landeshauptstadt Hessens.

 

Geschichte des Wappens:

Das Wappen der Stadt Wiesbaden wurde am 3. Mai 1905 offiziell vom Magistrat beschlossen. Dadurch wurde eine über Jahre andauernde Uneinigkeit über das Aussehen des Wappens beendet. Da im Verlauf der Geschichte immer wieder das Siegelbild und das Stadtwappen gemischt worden waren, herrschte eine ständige Unentschlossenheit, wie nun das richtige Wappen auszusehen habe.

Das Siegel der Stadt zeigte den Löwen der Nassauer, da diese zur Zeit der Entstehung des Siegels die Herrschaft über die Stadt und das Umland besaßen. Das Stadtwappen kann auf das 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Es enthielt zwar auch den Löwen, zeigte jedoch als Zusatz drei große Lilien. Dieses Symbol ist ebenfalls an vielen Gebäuden der Stadt zu finden, wie zum Beispiel dem Alten Rathaus.

Aus diesem Grund wurde 1905 auch das Symbol der Lilien anstatt des Stadtsiegels als Wappen gewählt. Die Farben blau und gelb gehen auf den Grafen von Nassau zurück. Die Lilien können als Symbol des Kaisers Karl gewertet werden, auf den die Wiesbadener in ihrem Stadtwappen verweisen wollten.

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