Die Stadtflagge von München

Die Landeshauptstadt München hat vor kurzer Zeit Ihren 850 Geburtstag gefeiert. Obwohl sie lange im Schatten der großen Reichsstädte stand, hat sie sich doch innerhalb kurzer Zeit zu einer Weltstadt entwickelt, die viele Touristen anzieht.

 

Aussehen der Flagge

Die Stadtflagge Münchens besteht aus zwei gleich breiten Streifen. Der Obere ist Schwarz, der Untere ist Gelb. In der Mitte der Flagge befindet sich das Wappen der Stadt. Es zeigt auf weißem Grund einen Mönch in schwarzer Kutte, die durch gelbe Details abgesetzt ist. Die rechte Hand hebt er in die Luft, in der linken Hand hält er ein rotes Buch. Auch die Schuhe des Mönches sind gelb.

 

Geschichte der Stadt

Im achten Jahrhundert befand sich dort, wo heute eine Weltstadt steht, nur ein Kloster. Dieses war grundlegend für die Namensgebung der Stadt, da München so viel wie Siedlung der Mönche bedeutet. Mit den Mönchen kam auch die Tradition zum Bierbrauen, für die die Stadt heute noch weltberühmt ist. Die Bierqualität wurde von Herzog Wilhelm IV. 1516 festgelegt, der im Reinheitsgebot festlegte, dass nur Gerste, Hopfen und Wasser zur Herstellung von Bier zugelassen sei.

1158 wurde München von Heinrich dem Löwen gegründet und wurde innerhalb kurzer Zeit zum Hauptsitz der Wittelsbacher, die über die Region in und um Bayern regierte. Dieser wurde bis zum Ende des Ersten Weltkrieges genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde München zu einem wichtigen Ort für die Nationalsozialisten. In einem Hofbräuhaus hatte Hitler 1923 schon versucht, durch einen Putsch die Macht zu erlangen. Daher wählte er München zu Kriegszeit als eine seiner Lieblingsstädte aus.

Zum Ende des Krieges hin wurde die Stadt stark durch die Bombenangriffe der Alliierten zerstört, konnte jedoch inzwischen wieder vollständig aufgebaut werden. Aufgrund der vielen alten historischen Gebäude ist München zu einer beliebten Touristenstadt geworden.

 

Geschichte des Wappens

Das Wappen der Stadt München zeigt einen Mönch in seiner Kutte, der ein Buch in der Hand hält. Das Kreuz auf dem schwarzen Gewand hebt sich durch ein strahlendes Gelb ab. Auffällig sind außerdem die roten Schuhe, die er trägt.

Dieses Wappen ist ein sogenanntes redendes Wappen. Das bedeutet, dass das Wappen auf den Namen anspielt oder diesen symbolisch darstellt. In diesem Fall verweist es auf die Tatsache, dass München bei seiner ersten Erwähnung in einer Urkunde 1158 als Munichen betitelt wurde. Der althochdeutsche Begriff Munich stand dabei für einen Mönch.

Es gibt mehrere Deutungen, die versuchen, die Geste des Mönches auf dem Wappen zu deuten. Zum einen nimmt man an, dass der Mönch auf dem Wappen auf das Eidbuch der Stadt schwört, da er die rechte Hand zum Schwur erhoben hat. Das Eidbuch soll laut der Überlieferung stets einen roten Umschlag getragen haben, was für viele diese Version sehr glaubwürdig macht.

Zum anderen verweisen viele Historiker auf die christliche geprägte Stadtgeschichte, sodass das Buch als Bibel gedeutet werden kann. In diesem Fall würde die Hand den Segen verteilen.

Das Wappen des Mönches kann bis auf das Jahr 1239 zurückverfolgt werden, da es zu dieser Zeit als Stadtsiegel genutzt wurde. Jedoch wurde in der damaligen Version nur der Kopf des Mönches in einem Stadttor gezeigt. Während der verschiedenen Herrscher und Regierungen gab es immer wieder Änderungen im Aussehen des Wappens, da diese die Gestaltung auf sich anpassen wollten. Das heutige Wappen, dass sich an der Gestaltung aus dem Jahr 1304 orientiert, wurde erst im Jahr 1957 gestaltet und wird seit dem als offizielles Wappen der Stadt geführt.

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