Die Landesflagge von Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt ist eines der zentral gelegenen Bundesländer Deutschlands. Bei einer Fläche von mehr als 20.000 km² grenzt es an die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Mit etwas mehr als 2,2 Millionen Einwohnern ist Sachsen-Anhalt eines der weniger stark besiedelten Länder der Bundesrepublik Deutschland.

Die bekanntesten Städte Sachsen-Anhalts sind Halle (Saale), Dessau sowie die Hauptstadt Magdeburg. Daneben sind auch Wittenberg und Eisleben wegen des reformatorischen Wirkens von Martin Luther international renommiert. Darüber hinaus beherbergt das Bundesland auch zahlreiche weitere wissenschaftliche und kulturelle Anziehungspunkte. Aus touristischen Gesichtspunkten ist zudem der im Südwesten von Sachsen-Anhalt gelegene Harz von nationalem und internationalem Interesse.

Das Aussehen der Flagge

Die Flagge von Sachsen-Anhalt ist zweifarbig gehalten. Die Farben Gelb und Schwarz sind dabei in zwei gleich großen Querstreifen angeordnet. Beim Banner des Bundeslandes handelt es sich hingegen um die dazu passenden Längsstreifen. In beiden Fällen ist es möglich, das Gesamtbild durch Hinzufügen des Landeswappens zu ergänzen. Dieses wird bei der Flagge in der Mitte und beim Banner in der oberen Hälfte platziert. Bei diesen Varianten handelt es sich um die Landesdienstflagge, welche nur von dafür autorisierten Stellen (zum Beispiel Ministerien oder Landesvertretungen) genutzt werden darf. Wer die Landesdienstflagge ohne Erlaubnis nutzt, begeht damit eine ahndungswürdige Ordnungswidrigkeit.

Das Aussehen und die Bedeutung des Wappens

Das Wappen von Sachsen-Anhalt besticht durch einen überdurchschnittlichen Detailreichtum und ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. In der rechten oberen Ecke findet sich ein schwarzer Adler mit gelben Klauen und gelbem Schnabel sowie einer roten Zunge auf weißem Grund. Der sonstige Hintergrund im oberen Teil des Wappens zeigt zehn gelb-schwarze Querstreifen. Diagonal über diesen Streifen, beginnend in der linken oberen Ecke, liegt ein grüner Rautenkranz. Im unteren Teil balanciert ein schwarzer Bär auf einer roten Mauer. Dies wird auf weißem Grund dargestellt. Die Form des Wappens ist einem Ritterschild nachempfunden.

In der Wahl der Symbole zeigt sich die wechselhafte Geschichte der unterschiedlichen Landesteile Sachsen-Anhalts sowie die daraus resultierenden vielschichtigen Einflüsse. Der Adler ist unverkennbar der preußische Adler und steht für die Zeit ab 1816, in der Sachsen eine preußische Provinz war. Der Kranz ist als altsächsischer Rautenkranz bekannt und ist das Wappen des Herzogtums Sachsen sowie das der Wettiner. Beide Symbole stehen also für den Landesteil Sachsen. Der früher eigenständige Freistaat Anhalt hingegen wird durch den askanischen Bären auf der Mauer repräsentiert. Diese Adelsfamilie reicht bis in das 11. Jahrhundert zurück und hatte lange Zeit einen großen Einfluss im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts.

Das Landessymbol

Wie gesagt darf das Landeswappen nur von offiziellen Stellen genutzt werden. Damit auch Privatpersonen und Geschäftsleute eine landestypische Beflaggung anbringen können, wurde daher ein Landessymbol erdacht. Dieses ist frei und ohne vorherige Erlaubnis verwendbar. Es ähnelt dem Wappen sehr stark, ist jedoch weniger detailgetreu. So ist der Hintergrund komplett in Weiß gehalten und die rote Mauer ist flach und hat keine einzelnen Steine. Der Adler, der Bär und der Rautenkranz sind den Originalen jedoch nahezu identisch nachempfunden. Auf der flachen Oberseite des Ritterschildes steht der Schriftzug „Sachsen-Anhalt“ und die gelb-schwarze Landesfarbe ist durch zwei hinter dem Wappen lang führende Balken repräsentiert. 

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