Flagge und Wappen von Brandenburg

Das Land Brandenburg befindet sich im östlichen Norden der Republik. Obwohl es schon im Mittelalter eine Rolle spielte, besteht das heutige Brandenburg mit Städten wie Potsdam oder Cottbus erst seit 1990 wieder als Bundesland. Die offizielle Flagge mit den Farben rot und weiß wurde in einem Gesetz von 1991 festgelegt. Die Gestaltung der Flagge hat allerdings einen historischen Hintergrund.

Aussehen der Flagge Brandenburgs

Am 30. Januar 1991 legte man im Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Brandenburg das Aussehen der Landes- und Dienstflagge fest.Die Landesfarben legte man dabei auf Rot und Weiß fest, die in zwei gleich breiten Querstreifen auf der Flagge zu finden sind. Dabei nimmt der kräftige rote Streifen den oberen Teil der Flagge ein. Der Adler, der das Wappentier Brandenburgs darstellt, befindet sich in einem weißen (eigentlich als Silber bestimmten) Schild und blickt nach rechts. Verziert ist er mit goldenen Kleestängeln, die sich auf seinen Flügeln befinden.

Das Seitenverhältnis von Höhe und Breite wurde bei dieser Abstimmung auf 3:5 festgelegt, was dem normalen Verhältnis einer Hissflagge in Deutschland entspricht.

Die Landesflagge entspricht gleichzeitig der Dienstflagge. Es gibt keine gesonderten Bestimmungen über das Nutzungsrecht der Flagge, sie ist also frei nutzbar.


Ursprung und Geschichte der Brandenburger Flagge

Die heutige Form der Flagge geht auf die Zeit zurück, in der Brandenburg eine fürstliche Provinz war. Das Kurfürstentum nutzte sie Wappenflagge. Den roten Adler ergänzte man dabei um einige Elemente, die Brandenburg als Kurfürstentum kennzeichnen sollten. So wurden der Fürstenhut, ein Schwert und das fürstliche Zepter zum Wappen hinzugefügt, um die Eigenständigkeit des Landes zu symbolisieren.

Im 19. Jahrhundert ohne Wappen

Im Jahr 1701 gehörte das Kurfürstentum Brandenburg dann zum Königreich Preußen, daher ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass die Flagge, die die Souveränität des Fürsten symbolisierte, weiter zum Einsatz kam.1882 wurde die heute verwendete Flagge mit zwei Querstreifen in Rot und Weiß, allerdings ohne Wappen, der preußischen Provinz Brandenburg zugeteilt. Über die zwischenzeitliche Beflaggung gibt es keine genauen Quellen.Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg kam es 1945 zur Einführung einer neuen Flagge, die rot-weiß-rote Streifen und ein neues Wappen besaß. Das Verhältnis legte man auf 1:2:1 fest. Es sollte ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit verdeutlicht werden.Mit der Auflösung des Landes Brandenburg im Jahr 1952 verschwand auch die Landesflagge, bis man sie schließlich 1991 im, an die Geschichte angelehnten, Design wieder neu einführte.

Geschichte und Bedeutung des Wappens

Das Landeswappen des märkischen Adlers geht auf das Jahr 1170 zurück, in dem es der Askanier Otto I. nutzte. Grund für die Nutzung des Adlers der Markgrafen war sehr wahrscheinlich der Reichsadler, den man damals als Vorbild verwendete. Damit konnte der Adel seine Zugehörigkeit zum Heiligen Römischen Reich demonstrieren. Als 1320 die Linie des Adelshauses ausstarb, nutzten verschiedene Adelshäuser, die die Mark Brandenburg beherrschten, den Adler als Wappentier. Schon zu dieser Zeit stellte man ihn in einem weißen (silbernen) Schild und in roter Farbe dar.1824 wurden dem Adler, wie schon zuvor in der Zeit des Kurfürstentums Brandenburg, ein Fürstenhut, ein Schwert und ein Zepter hinzugefügt. Eine erneute Änderung gab es im Jahr 1864, bei der man dem Adler ein blaues Brustschild hinzufügte. 

Komplett neues Landeswappen zur DDR-Zeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte nichts mehr an das ehemalige Land Brandenburg und Hoheitszeichen erinnern. Alle ehemaligen Symbole entfernte man daher und es entstand ein vollkommen neues Wappen. Es zeigte eine Eiche vor einem Sonnenuntergang.
Als dann 1991 nach dem Mauerfall das Land Brandenburg wieder als Bundesland eingeführt wurde, entschied man sich für das traditionelle Wappen des askanischen Adlers. Die früheren Machtsymbole verwendete man jedoch nicht wieder. Der Adler ist auch in dem Wappen der Stadt Potsdam und des Landkreises Dahme-Spreewald zu sehen.

 

 

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