Die Flagge von Hamburg

Im Nordwesten Deutschlands gelegen befindet sich der Stadtstaat Hamburg. Die Stadt gilt als eine der Gründungsorte der Hanse und besitzt den größten Hafen Deutschlands. So ist es nicht verwunderlich, dass auch ihre Landesflagge eine Verbindung zur Hanse hat.

 

Aussehen der Flagge

Die Landesfarben Hamburgs sind als Rot und Weiß festgelegt. Daher zeigt auch die Landesflagge diese Farben. Sie besteht aus einem roten Hintergrund mit dem Landeswappen in der Mitte. Dies zeigt eine weiße Burg mit drei Türmen und einem geschlossenen Tor. Über den äußeren Türmen schwebt jeweils ein weißer Stern. Der mittlere Turm zeigt ein Kreuz auf der Spitze und wird als der Mariendom gedeutet.

Die Flagge besitzt das eher untypische Seitenverhältnis von 2 zu 3. Sie ist auch gleichzeitig die Dienstflagge des Landes.

Sie ähnelt der Landesflagge von Bremen, die auf dem roten Hintergrund anstatt der weißen Burg einen Schlüssel als Wappen führt.


Ursprung und Geschichte der Hamburger Flagge

Die Landesflagge Hamburgs wurde 1270 erstmals als offizielle Flagge geführt. Das Stadtrecht schrieb seit diesem Jahr vor, dass jedes Schiff eine Flagge zu führen habe. Bis 1605 wurde dieses Gesetz mehrmals erneuert.

Der erst nur rote Wimpel am Mast erhielt zur besseren Unterscheidbarkeit das Landeswappen, das schon damals die weiße Burg zeigte. Die Farben Rot und Weiß sind nicht ausschließlich die Farben der Stadt Hamburg, sondern wurden auch von der Hanse geführt. In dieser Vereinigung war Hamburg über 300 Jahre lang das mächtigste Mitglied und übernahm daher wahrscheinlich diese Farbkombination.

Bis zum Jahr 1835 wurde die Darstellung des Wappens mehrmals variiert. Die Gestaltung der Flagge in Rot mit dem zentrierten Wappen blieb jedoch über die gesamte Zeit erhalten. Eine Besonderheit stellte allein die Seeflagge dar, bei der das Wappen mehr zur Seite hin verschoben wurde. So war es auch bei geringem Wind sichtbar und nicht vom Mast verdeckt. Diese spezielle Flagge wurde allerdings im 18. Jahrhundert von einer neu gestalteten Seeflagge abgelöst.

Ab dem Jahr 1934 wurden die Bundesländer Deutschlands bedeutungslos und die Flagge wurde aus diesem Grund auch nicht weiter verwendet. Stattdessen wurde ab 1935 eine einheitliche Dienstflagge des Deutschen Reiches genutzt.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Land Hamburg 1946 wieder gegründet. Es wurde nach der Gründung der BRD wieder ein fester Bestandteil des Landes. Man entschied sich dazu, die ursprüngliche Flagge aus dem 19. Jahrhundert wieder als Landesflagge festzulegen, um die Flagge der Nationalsozialisten abzulösen.

Geschichte und Bedeutung des Wappens

Das genaue Alter des Wappens ist nicht bekannt, aber die Darstellung der Burg lässt sich heute bis in der 13. Jahrhundert zurück verfolgen. Das Abbild der Burg befindet sich auf dem ältesten erhaltenen Siegelabdruck der Stadt von 1241 und war somit schon damals das offizielle Symbol der Stadt.

Es ist nicht offiziell vermerkt, welches Gebäude die Burg darstellen soll. Heute nimmt man aber an, dass es sich um den Mariendom handelt. Dieser wurde 1805 abgerissen und war ursprünglich der Bischofssitz des Erzbistums Hamburg. Der Dom war außerdem der Schutzpatronin der Stadt Hamburg gewidmet.

Das Wappen wurde über die Jahre in verschiedenen Versionen dargestellt.

Mal war wurde die Burg rot und der Untergrund weiß dargestellt, mal wurde die Burg selbst verändert. Das Tor wurde offen oder geschlossen gezeigt oder den Mauern wurde eine Struktur hinzugefügt.

Erst 1751 wurde die Farbgestaltung endgültig festgelegt und seitdem beibehalten. Das Aussehen der Burg variierte noch bis 1835. Ab da wurden die Wappen vereinheitlicht und es gab nur noch sehr kleine Änderungen.

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